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From Magdeburg  to the Porphyry Mountains

So what brings an excavation technician and an archaeologist from the Cathedral of Magdeburg, the sepulchre of Otto the Great (912-973), to visit the Eastern Desert in Egypt? The history goes back a long way. In Roman times, columns, basins and other objects made of porphyry were excavated from the mountain now known as Djebel Dukhan. Now, porphyry can be found in many countries, however, not of the fine quality to be found on the Porphyry Mountain. This material can only be found here.

In ancient Rome it was very expensive, and besides, was predominantly reserved for the Royal family. It was transported to Rome and other cities in the empire all the way from Egypt. In the Middle Ages there were two important rulers who brought this material from Italy to Central Europe, Charlemagne (747-814) who brought it to Aachen (Aix la Chapelle), and Otto the Great, who brought it to Magdeburg around 960. There are still 8 objects made of red and green Egyptian porphyry to be found in the Cathedral of this city on the River Elbe: a christening basin and its base as well as a total of 5 porphyry columns, one of which is made up of two parts. We had wanted to visit this famous, though remote place, that fascinates so many researchers, for quite a while. The trip was organised by Pierre Jean, a Swiss, whose Egyptian name is Sheikh Ibrahim Ibn Abdallah. He is married to a Bedouin from the Maaza tribe. His father-in-law, Sheikh Abd El Zaher was our driver and guide, together with our translator Atef Alewa (pic 0095). We set off in our SUV at 04.10 on Sept. 21st, first to El Gouna, then due west into the desert.

We came to the end of the wadi where the terrain became rougher and we drove 34km up the wadi. This took a good one and a half hours, including stops for photos. En route there were the remains of an ancient loading ramp (pic 0537) with a column to be seen, as well as a section of a Roman road. Having arrived at the top of our driving route, at 09.00 we continued on foot. From here on we had to drink lots of water! Since the last rainfall in 1996 the path here has been blocked with rubble.

We slowly continued our climb and were now at an altitude of 1.100m. Here we were able to see the southern well (pic 0196), the Serapis Sanctuary (pic 0262) and a loading ramp with adjacent huts and blocks of porphyry (pic 0361). The five actual quarries lie up to 500m higher than where we were. They can partly be seen from the wadi and are again subdivided into several mining sites. So this was where the famous red, green and black porphyry was excavated - an amazing achievement, even if the climatic conditions in those times were more favourable than now. Stone slides and paths for the workers can still be seen on the slopes. In the wadi itself porphyry is omnipresent.  Quarrying and erosion brought it here.

We set off on our way back (pic 0403, pic 0405), visited the central military camp and at around 13.00 had our well-deserved lunch and cup of tea by the SUV (pic 0489). Our return journey began, we had several stops on the way and arrived back in Hurghada at 17.15. This was certainly no family outing, but an unforgettable experience for which we are very grateful to all those involved. Back in Magdeburg, early in October we went to the Cathedral with our samples (pic 0170) to compare them with the Magdeburg Antiquities (pic 0069).

Rainer Kuhn & Claudia Hartung Facebook: Ibrahim Ibn Abdallah

 

 

Von Magdeburg zum Porphyrberg Eine archäologische Exkursion im September 2013

Lange war sie geplant, die Exkursion zum Porphyrberg, den die Römer Mons Porphyrites nannten. In der zweiten Septemberhälfte  2013 war es dann soweit. Allen medialen Berichten zum Trotz haben wir uns auf den Weg nach Hurghada gemacht und im Living with Art bei Karin und Peter Jürgen Ely, dem deutschen Honorarkonsul in Hurghada, gewohnt. Peter war es dann auch, der den Trip in die Wüste überhaupt erst möglich gemacht hat.

Doch was treibt die Grabungstechnikerin und den Archäologen aus dem Magdeburger Dom, der Grabeskirche von Otto dem Großen (912-973), dazu, die östliche Wüste Ägyptens zu besuchen? Die Geschichte geht weit zurück. In römischer Zeit wurde an dem Berg, der heute Djebel Dukhan heißt, Säulen, Becken und andere Objekte aus Porphyr geschlagen. Nun gibt es Porphyr in vielen Ländern, aber eben nicht in der feinen Qualität des Porphyrberges. Dieses Material gibt es nur hier und es war in der römischen Antike einerseits sehr teuer und andererseits weitgehend der kaiserlichen Familie vorbehalten. Von Ägypten aus gelangte es nach Rom und in andere Städte des Reiches. Im Mittelalter gab es zwei bedeutende Herrscher, die dieses Material aus Italien nach Mitteleuropa brachten, Karl der Große (747-814) nach Aachen und Otto der Große in den 960-ern nach Magdeburg.

In der Elbestadt befinden sich noch heute 8 Objekte aus rotem und grünem ägytischen Porphyr im Dom: Ein Taufbecken und seine Basisplatte, sowie insgesamt 5 Porphyrsäulen, eine davon aus zwei Stücken zusammengesetzt. Natürlich wollten wir schon lange den berühmten und doch sehr abgelegenen Ort kennen lernen, der so viele Forscher fasziniert. Organisiert hat die Reise dann der Schweizer Pierre Jean, mit ägyptischem Namen Scheich Ibrahim Ibn Abdallah, verheiratet mit einer Beduinin vom Stamm der 

Maaza. Gefahren und geführt hat uns sein Schwiegervater Scheich Abd El Zaher sowie der Übersetzer Atef Alewa (Abb. 0095). So ging es mit dem Geländewagen am 21. September um 04:10 Uhr zuerst bis vor El Gouna und dann nach Westen in die Wüste. Am Ausgang des Wadi angelangt, wurde der Weg dann noch viel schwieriger und wir fuhren etwa 34 km das Wadi hinauf, wofür einschließlich Fotopausen gut eineinhalb Stunden notwendig sind. Unterwegs zu sehen sind Reste einer antiken Verladerampe (Abb. 0537) mit einer Säule sowie der Abschnitt einer römischen Straße. Am oberen Ende der Fahrstrecke angekommen geht es dann ab 09:00 Uhr zu Fuss weiter. Spätestens ab jetzt muss viel Wasser getrunken werden! Seit dem letzten Regen 1996 ist der Weg hier durch Geröll versperrt. Wir steigen langsam auf und befinden uns nun auf etwa 1100 m Höhe.

Zu sehen sind nacheinander der südliche Brunnen (Abb. 0196), das Serapis-Heiligtum (Abb. 0262) sowie eine Verladerampe mit danebenliegenden Hütten und Porphyrblöcken (Abb. 0361). Die fünf eigentlichen Steinbrüche liegen noch einmal bis zu 500 m über uns. Sie sind teilweise vom Wadi aus zu erkennen und untergliedern sich wiederum in mehrere Abbaustellen. Hier wurde also der berühmte rote, grüne und auch schwarze Porphyr gebrochen - auch unter den damals etwas günstigeren klimatischen Verhältnissen eine unglaubliche Leistung! An den Hängen sind noch die Steinrutschen sowie die Wege der Arbeiter zu erkennen. Im Wadi selbst ist der Porphyr allgegenwärtig. Die Steinbruchtätigkeit sowie die Erosion haben ihn hierher gebracht.

Wir nehmen den Weg zurück (Abb. 0403, Abb. 0405), besichtigen noch das zentrale militärsiche Lager und haben uns gegen 13:00 Uhr unser Mittagessen und unseren Tee am Geländewagen redlich verdient (Abb. 0489). Dann beginnt der Rückweg, der mit mehreren Pausen nach Hurghada zurückführt, wo wir um 17:15 Uhr ankommen. Das war sicher kein Familienausflug, aber ein unvergeßliches Erlebnis, für das wir allen Beteilgten sehr dankbar sind. Zurück in Magdeburg ging es dann Anfang Oktober in den Dom, um die mitgebrachten Materialproben (Abb. 0170) mit den Magdeburger Antiken zu vergleichen (Abb. 0069).

Rainer Kuhn & Claudia Hartung Facebook: Ibrahim Ibn Abdallah

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